Die leuchtend smaragdgrüne Farbe von Matcha ist vor allem auf die einzigartigen Anbau- und Verarbeitungstechniken zurückzuführen. Diese charakteristische Farbe entsteht nicht durch künstliche Pigmente, sondern kommt natürlich vor.
Der Grund, warum Matcha grüner ist als normaler grüner Tee, liegt an der Schattierungsbehandlung in den späteren Wachstumsstadien der Teepflanze. Etwa 15 bis 20 Tage vor der Ernte decken Teebauern die Teepflanzen mit Schattennetzen ab, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren. Dieser Prozess hemmt die Photosynthese erheblich und veranlasst die Teeblätter, mehr Chlorophyll zu synthetisieren, um den Energiemangel auszugleichen, was zu einer tieferen, grüneren Blattfarbe führt. Darüber hinaus erhöht die Schattierung den Theaningehalt in den Teeblättern, was zu einem frischeren Geschmack führt und gleichzeitig den Anteil bitterer Polyphenole verringert.
Was die Verarbeitung angeht, verwendet Matcha eine Dampfmethode, um das Grün abzutöten. Dadurch wird Chlorophyll wirksamer konserviert und die durch hohe Temperaturen verursachte Vergilbung oder Bräunung vermieden. Schließlich werden die Teeblätter zu einem extrem feinen Pulver gemahlen und das gesamte Teeblatt wird direkt beim Aufbrühen verzehrt, sodass die grünen Bestandteile vollständig absorbiert werden können.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Farbe nicht das einzige Kriterium für die Beurteilung der Matcha-Qualität ist. Während qualitativ hochwertiger Matcha typischerweise eine gleichmäßige, leuchtend grüne Farbe hat, bleiben die Kernfaktoren der Gehalt an Wirkstoffen (wie EGCG und Theanin) und das Gesamtgeschmacksprofil. Eine Überbetonung des Grundsatzes „Je grüner, desto besser“ kann irreführend sein; Einige minderwertige Produkte können durch die Zugabe von Farbstoffen sogar künstlich eine leuchtend grüne Farbe erzeugen.
